Montanmitbestimmung

Montanmitbestimmung sichert die Beteiligung von ArbeitnehmervertreterInnen in den Aufsichtsräten von Unternehmen im Bergbau sowie in der Eisen- und Stahlindustrie („Montanindustrie“). Grundlage ist das Montan-Mitbestimmungsgesetz von 1951. Neben dem so genannten 76er-Gesetz und dem Drittelbeteiligungsgesetz ist das Montan-Mitbestimmungsgesetz die älteste und weitreichendste Regelung zur Unternehmensmitbestimmung in Deutschland. Es gilt für Unternehmen der Montanindustrie ab 1000 Beschäftigten. Aufsichtsräte müssen dort zu gleichen Teilen mit VertreterInnen der Arbeitnehmer- und der Anteilseignerseite besetzt werden („Vollparität“). Anders als beim 76er-Gesetz, das für Unternehmen außerhalb der Montanindustrie gilt, wird eine mögliche Pattsituation nicht durch einen von den Anteilseignern gestellten Vorsitzenden vermieden, sondern durch eine „neutrale Person“.